Montag 26.12.2022 bis Montag 02.01.2023
Wenn man lokalen Beschreibungen liest, hört es sich ungefähr so an: „Charakteristisch für Sankt Peter-Ording ist der weitläufige Strand, er erstreckt sich auf einer Länge von bis zu zwölf Kilometern und (bei Niedrigwasser) auf bis zu zwei Kilometer Breite.“
Warum dieses Weite Nichts, hinter ganz viel Nichts, dann von den Einheimischen, abgegrenzt und bewacht wird, als wäre es Fort Knox, ist mir nach wie vor nicht absolut unklar. Selbst zu dieser Jahreszeit sind die „Wachhäuser“ besetzt, an denen jeder der das weite, lange, breite "Nichts" betreten möchte, auch seine Kurkarte als Eintrittskarte vorzeigt.
Schnell kamen wieder Erinnerungen auf, es begab sich vor rund 25 Jahren da verbrachte ich schon einmal einen Urlaub, an Nordfrieslands Küste, in Büsum. Damals noch wesentlich sportlicher, ging ich morgens vor dem Frühstück zum Joggen. In der Früh um halb acht, bei scheußlichem Nieselregen, zum Büsumer Strand um dort der Fitness zu frönen. Nicht böses im Sinn, passierte ich behänden Schrittes, eines der dortigen Wachhäuser. Wie ein kleiner Orkan sprang hinter mir ein Wachmann aus seinem Verschlag, laut rufend, mit den Armen wedelnd und gestikulierend. Nach meiner Laufrunde ging es wieder in Richtung des Wachhauses und der Wächter hielt immer noch Ausschau nach mir, damit ich ihn auch ja nicht wieder so einfach passierte. Ein Mordsgezeter, wie ich mich denn erdreisten würde hier einfach durchzulaufen ohne meine Kurkarte ordnungsgemäß vorzuzeigen. Als wenn ich (oder irgendjemand anderes) sich morgens früh bei Nieselregen, auf den Weg macht um, vermutlich mit dem Auto etliche Kilometer zurückzulegen, um ohne Kurbeitrag zu entrichten, mal den Strand entlangzulaufen. Damals schon unglaublich, aber Sie ziehen das erbarmungslos durch.
Und so kann es, selbst um diese Jahreszeit, bei dem wiederum richtig ostfriesischem Wetter, zu langen Warteschlangen vor den Wachhäusern, in denen heutzutage die mittlerweile elektronischen Kurkarten, von jedem einzeln eingescannt werden – einfach unglaublich. Ich mag mir gar nicht ausdenken, was denn hier wohl im Sommer los sein mag. Ich werde es nicht erfahren, denn für mindestens die nächsten 25 Jahre bin ich wieder „geheilt“ und werde hier nicht mehr hinreisen.
Unser Stellplatz auf dem „Campingpark Olsdorf“ war gut und liegt in der Nähe von einigen Einkaufsmöglichkeiten. Das Wetter war die ganze Woche über sehr bescheiden, aber wir nutzten jede Regenpause um zu Fuß oder per Rad die Gegend zu erkunden. Im „dorf acht wirtshaus 8“ haben wir uns gelegentlich einen Glühwein gegönnt, und im AALERNHÜS haben wir ein sehr schönes 4 Gang Silvesterdinner genossen.
Auf Grund von Regen und heftigem Wind, wurde das geplante öffentliche Feuerwerk an der Seebrücke abgesagt und so waren wir schon vor Mitternacht wieder am WoMo. Um Mitternacht lies sich nur eine Person aus all den anderen Wohnmobilen draußen sehen, echt schade. Im vergangenen Jahr begannen wir mit einer schönen Quasselrunde unter niederländischen und deutschen Campern.
Letztlich hat die Zeit wieder gut getan, aber nächstes Jahr suchen wir uns ein anderes Ziel.