Donnerstag 30.06. bis Samstag 02.07.2022
Florenz
Donnerstag stand dann der erste Teil des Kulturprogramms auf dem Plan, der Besuch der Uffizien.
Die Kunstsammlung besteht aus Werken deutscher, flämischer, niederländischer und französischer Meister, vor allem aber Meisterwerke der italienischen Renaissance. In zahlreichen Sälen werden Gemälde aus dem XVI. bis XIX. Jahrhundert ausgestellt. So habe ich es gelesen …
Wir hatten unsere Tickets mit „bevorzugtem Einlass“ im Vorfeld online gebucht, inklusive einer Stornierungsmöglichkeit bis 23:59 Uhr am Vorabend, bekamen wir diese für 62,72 EUR / 2 Erwachsene. Der Umtausch des elektronischen Tickets vor Ort war problemlos und ohne lange Wartezeit gelangten wir anschließend ins Museum.
Da wir zeitig vor Ort waren, konnten wir sogar noch vor unserer gebuchten Einlasszeit hinein. Da hatte ich mit schlimmerem gerechnet. Möglicherweise hatten wir Ende Juni noch Glück, das es noch nicht „so voll“ war.
Zusätzlich hatten wir noch die „Audio Guide App fürs Smartphone“ geordert (2,50 EUR p. P.), im Nachhinein hätten wir uns das aber sparen können. Die App enthält nur zu 19 Werken entsprechende Erklärungen, dann überhaupt die Erklärung des Bildes zu finden vor ich gerade stand, war schon schwierig.
Eine mögliche Alternative wird vor Ort angeboten, ein Audioguide mit eigenem Gerät (6 EUR p. P.) bei dem man über Kennzahlen die passende Erklärung aufrufen kann. Auch werden dort, wenn man den Zahlen neben den Bildern glauben darf, fast alle Werke beschrieben. Na ja, vielleicht beim nächsten Mal.
Apropos „nicht so voll“, das ist eher relativ zu verstehen.
Innerhalb des Museum empfanden wir es schon als sehr voll. Abstand zu halten, wie in Corona Zeiten ja eigentlich angebracht, war größtenteils schlicht und einfach nicht möglich. Auch wurden meine Erwartungen, dass innerhalb einer solchen Kunstausstellung bestimmt angenehme Temperatuten und einer gute Be-/Entlüftung zu erwarten sind, leider nicht erfüllt. Die Temperaturen lagen bestenfalls geringfügig unter den Außentemperaturen von 38-40 °C und belüftet wurde, wenn überhaupt, durch geöffnete Fenster.
Alles in allem ist es eine beeindruckende Ausstellung, mit einer schier endlosen Anzahl an ausgestellten Bilder. Wir waren bei unserem Rundgang mehr als 4,5 Stunden unterwegs. Man kann dort aber sicher noch viel mehr Zeit verbringen.
Irgendwann ist aber ein Kunstlaie, oder besser ahnungsloser, wie ich, „überfüllt“ und kann selbst die Texte neben den Werken nicht mehr lesen, geschweige denn aufnehmen. Wenn sich die Gelegenheit ergibt die Uffizien noch einmal, in der Zeit zwischen Oktober und März zu besuchen, werden wir das sicher angehen. In einer Fleece-Jacke, kann ich das bestimmt viel besser aufnehmen.
Anschließen sind wir dann noch zum „Mercato Centrale Firenze“ gelaufen. Jedoch hat der „frische“-Markt im Erdgeschoss (anscheinend) nur morgens/vormittags geöffnet und war bereits geschlossen. Im Obergeschoss befinden sich zahlreiche Verkaufsstände, an denen vielfältige Speisen und Getränke angeboten werden. Wir taten uns dort gütlich und genossen es eine Zeitlang zu sitzen, bevor wir zurück zum Bus- Shuttle gingen und mit diesem zurück zum Campingplatz fuhren.
Freitag – Kulturprogramm Teil 2 – Palazzo Vecchio
Auch diese Tickets hatten wir bereits zu Hause online bestellt.
Der Palazzo beherbergt auch heute noch Büros der Gemeindeverwaltung und wird für besondere Anlässe genutzt. An diesem Tag fand im Saal der Fünfhundert (Sala dei Cinquecento) eine Ratssitzung statt, der wir ungestört lauschen konnten. Na gut, da meine italienisch Kenntnisse gering, bis nicht vorhanden einzustufen sind, habe ich natürlich kein Wort verstanden.
Die Säle und Räume sind über Wände und Decken, teilweise auch inklusive Böden, mit Gemälden, Skulpturen und Kunstwerken gefüllt. Aber wesentlich kleiner als die Uffizien und daher nicht so erschlagend. Am beeindrucktesten war für mich, der Blick von oben in den Saal der Fünfhundert. Wenn man unten im Saal steht, ist die Größe nicht zu erfassen. Von oben, aus dem „Balkon“ betrachtet, hat der Saal eine ganz andere, besondere Ausstrahlung.
Der Audio & Video-Guide
mit entsprechend zur Verfügung gestellten Tablets, führte uns informativ durch die Räumlichkeiten. Das
machte Sinn.
Der weitere Florenz-Rundgang führte uns noch zur Werkstatt von Bartolucci (Pinnocio) und natürlich der Kathedrale von Florenz. Die Kathedrale ist von außen, um ein Vielfaches beeindruckender als von innen. Abschließend schlenderten wir noch ohne konkretes Ziel durch Florenz, aßen ein leckeres aber touristisch extrem überteuertes Eis (mittel großer Pappbecher a 10 EUR).
Über die Ponte Vecchio
kamen wir zufällig an einer Protestantischen Kirche vorbei. Diese wurde im Jahr 2017, anlässlich des 500. Jahrestags des Thesenanschlag Martin Luthers in Wittenberg, umbenannt. Obwohl die Haltestelle des Bus-Shuttle am Fuße des „Giardino delle Rose“ (Rosengarten) liegt, konnten wir uns nicht mehr dazu durchringen, den Aufstieg zum „Piazzale Michelangelo“ zu wagen. Wir fuhren zurück und nutzen noch den Pool am Campingplatz.