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Unsere Reise hat begonnen ....


Jahreswechsel 2021/2022
Nachdem im vergangenen Jahr keine Reise über den Jahreswechsel erlaubt und möglich war, verbinden wir dieses Mal, die Feiertage und einen besonderes Ereignis mit einer Reise, für die wir 17 Tage Zeit haben.
Geplant ist nur unseren Besuch in der Schweiz, mit einem besonderen Ausflug, bei allem anderen lassen wir uns überraschen.
Plan ist eine Reise die uns in den Schnee aber auch möglichst in die Sonne führt .….
Lehnen runter, Urlaub an ...


Lorsch
Mittwoch 22.12.2021

Herne - Lorsch
Lange Zeit war es ungewiss, ob wir fahren können und wenn, wohin und unter welchen Bedingungen. Letztlich schein es dann doch so, als wenn wir unsere Reise, wie geplant, machen können. In den letzten Tagen hat die Schweiz sogar die Regeln in Bezug auf einen Test vor der Einreise geändert, jetzt reicht ein Schnelltest und kein teurer und aufwändiger PCR Test.

Wir schaffen es beide, rechtzeitig Feierabend zu machen und so können wir um 14:00 starten.
Unser erstes Ziel ist jedoch ein
Schnelltestzentrum, da wir nicht genau wissen wo wir Übernachten und welche Regeln dort ggf. gültig sind, möchten wir auf jeden Fall auch ein Testergebnis vorweisen können, für den Fall das tatsächlich mal kontrolliert werden sollte.

Da die A45 auf Grund der Schäden an der Talbrücke Rahmede zwischen Lüdenscheid-Nord und Lüdenscheid gesperrt ist, wählen wir die Route über die A1 und A3 und kommen tatsächlich ohne größere Staus durch.

Gegen 18:20 Uhr erreichen wir den
Stellplatz in Lorsch. Ein SP der für 16 Mobile Platz bietet, aber - mit Uns - nur von 3 Mobilen belegt ist. Die Lage ist mit ca. 3 km Abstand zur Autobahnabfahrt Heppenheim (A5) auch klasse.
Nach dem Abendessen machen wir bei frostigen Temperaturen noch einen Spaziergang durch das kleine Städtchen und verbringen eine ruhige erste Nacht.



Lörrach
Donnerstag 23.12.2021

Lörrach
Wir müssen feststellen, dass es nicht ausreicht die Heizung bei Frost über Nacht auf 10°C laufen zu lassen. Das ist zwar innen mit gutem Bettzeug absolut in Ordnung (zumindest für mich), aber dem Frostwächter in der „Wasserzentrale“ und meiner besseren Hälfte ist es zu wenig. In der „Wasserzentrale“ liegen die Temperaturen dann anscheinend bei/unter 5°C und der Frostwächter tut seinen Dienst und löst aus. Unser Dicker hat also über Nacht „Wasser gelassen“ und steht in einer
Eispfütze. Aber alles kein Problem, man lernt halt auch beim Wintercamping dazu. An der Versorgung füllen wir unseren Frischwassertank wieder auf und es kann weiter gehen. Unser Ziel ist es, bis zur Schweizer-Grenze zu fahren und so steuern wir Lörrach an. Ca. 280 km, also locker zu schaffen.

In Lörrach geht es für uns wieder mal zum Testcenter, damit wir für die Einreise in die Schweiz vorbereitet sind. Auf dem Wohnmobilstellplatz Lörrach (direkt neben dem zu dieser Zeit geschlossenen „Drei Länder Camping“) finden wir auch wieder problemlos ein Plätzchen. Nach einem Spaziergang durch Lörrach verbringen wir auch hier eine ruhige Nacht. Wir füllen noch das „elektronische Einreiseformular“ Schweizer Bundesamt für Gesundheit online aus und buchen per VIA App die Schwerlastabgabe für die kommenden Tage.
Die Heizung läuft über Nacht auf 14 °C und unser Dicker bleibt „dicht“.



Lörrach - Grindelwald
Freitag 24.12.2021

Grindelwald (Schweiz)
Bei 4°C und Nieselregen starten wir in Richtung Grindelwald. Auf Grund erster Erfahrungen und unseren Hochrechnungen des Gasverbrauchs, entschließen wir uns auf dem Weg zur Autobahn noch eine weitere Gasflasche bei einer großen Baumarktkette zu bunkern. In der Hoffnung diese Leihflasche später auch in Herne wieder zurückgeben zu können. Wir haben vor 2 Jahren zwar bereits die Erfahrung gemacht, dass wir auch in Frankreich passende Flaschen bekommen können, jedoch hatten wir diese dann fast 1 ½ Jahre in der Garage rumstehen, bevor wir sie in diesem Sommer in Frankreich wieder zurückgeben konnten.

Dann geht es aber ab auf Autobahn. Die Fahrt ist entspannt und von Kilometer zu Kilometer kommen wir den Schweizeralpen näher. Neben zahlreichen Tunnel, die wir durchfahren und anfangs noch recht flachen Landschaften, sind die ersten schneebedeckten Berge zu sehen. Schon das sind für uns Flachland-Ruhr Pötter teils imposante Eindrücke.

An Bern vorbei geht es in Richtung Thun und Interlaken. Wobei uns, bis Thun immer bergiger werdende Landschaften in ihren Bann ziehen, führt uns die Strecke zwischen Thun und Interlaken wieder über weite Teile direkt am Ufer des Thunersees vorbei. Auf der einen Seite das Seeufer, auf der anderen steil ansteigende Felswände. Von Wilderswil an, geht es bis nach Grindelwald nur noch bergauf. Aber auch hier sind die Straßen komplett geräumt und super zu befahren.

Gegen 13:00 Uhr erreichen wir unseren Stellpatz bei der Familie Egger und werden freundlich in Empfang genommen und in die Örtlichkeiten eingewiesen. Nachdem wir uns eingerichtet haben, machen wir einen Spaziergang zum Grindelwald Terminal, um uns zu erkundigen, wo wir den morgen hinmüssen. Da die Schalter im Terminal leer sind, frage ich direkt nach und bekomme meinen Ticketgutschein, na eigentlich war es eher ein unscheinbarer Bildschirmausdruck, gegen Ticket für die Fahrt zum Jungfraujoch eingetauscht. Also steht dem morgigen Abendteuer nichts mehr im Wege.

Den hl. Abend verbringen wir bei leckerem Essen, (kleinem) Weihnachtsbaum, Krippe und Stern in unserem Wohnmobil. Leider versteckt sich der „Eiger“ in einer Nebelwolke. Daumen drücken das es morgen klarer da oben ist.



Grindelwald
Samstag 25.12.2021

Eiger Gletscher und Jungfraujocht
Heute muss dann auch noch mal der Wecker klingeln, damit wir nicht zu spät loskommen. Erster Blick aus dem Fenster, keine Nebel am Eiger.
Nach dem Frühstück nehmen wir die Bahn zum Terminal Grindelwald. Im Terminal ist es zum Glück nicht allzu voll, da wir unsere Tickets bereits haben können wir direkt zu der Seilbahn zum „Eiger Gletscher“ gehen und eine der modernen Gondeln besteigen. Sie bieten 28 Sitzplätze, aber wir sind nur mit 6 weiteren Personen in einer Gondel. Das ist in „normalen“ Zeiten bestimmt ganz anders.

Ca. 15 Minuten dauert die Fahrt, die uns auf 2.320 m bringt, schon unterwegs ist der Ausblick super. Und wie es über Lautsprecher gerade beschrieben wird
„näher kommen die meisten Menschen der Nordwand nicht …“. Am Zwischenhalt teilen sich die Menschen noch in Sky-/Snowboardfahrer, die ab hier wieder Talwärts fahren und diejenigen die weiter zum Jungfraujoch möchten.
Wir besteigen die
„Jungfraubahn“ die uns in einer knappen halben Stunde die weiteren 1.250m in die Höhe bringt. Unterwegs gibt es noch einen kurzen Zwischenhalt an der Station „Eismeer“ von dort hat man das erste Mal einen Blick auf blauschimmernde Eis des Gletschers. Ansonsten ist die gesamte Strecke komplett durch den massiven Fels gebaut und man sieht außerhalb des Wagons recht wenig. Dafür spürt man deutlich, wie es steil hinauf geht.
Oben angekommen folgen wir dem Rundweg, der uns durch den Komplex führt. Im 360° „Kino“ wird ein kurzer Abriss gezeigt. Am
Aussichtspunkt Sphinx haben wir dann den höchsten Punkt unseres Ausflug, mit 3.571 m erreicht und genießen, dick verpackt, den rundum Ausblick. Das meteorologische Observatorium wurde bereits 1937 erbaut. Am Ausgang zum Aletschgletscher können wir dann auch noch mal richtig „raus“ der Wanderweg zur Mönchjochshütte ist jedoch geschlossen. Insgeheim hatte ich gehofft ich könnte Marianne dazu überreden diese 2 km Wanderung zu unternehmen, wäre bestimmt anstrengend, aber auch schön gewesen.
Weiter ging es durch beleuchtete Gänge mit Bildern über Bau und Entstehung der Jungfraun-Bahn zum Eispalast. Auch diese ins Eis geschlagenen Gänge sind ein Erlebnis, vom Erwerb eines Fläschchen „Swiss Mountain Single Malt Whisky“ habe ich bei einem Preis von 155CHF aber dann doch Abstand genommen. Den Souvenir Shop und den Lindt Chocolate Heaven haben wir dann nur kurz gestreift und nach einem Kaffee, voll mit Eindrücken, aber auch merklich angestrengt von der Höhe, die Rückfahrt angetreten.
Bei der Talfahrt hatten wir dann sogar eine Gondel für uns allein und konnten den Ausblick ins Tal noch einmal genießen.



Grindelwald
Sonntag 26.12.2021

Heute klingelt kein Wecker. In den letzten Tagen sind wir immer früh aufgestanden, da wir entweder zeitig weiter fahren oder, wie gestern, zum Jungfraujoch wollten. In der Nacht und am frühen Morgen hat es noch geregnet, was stellenweise zu extrem glatten Wegen führte.
Hoffentlich kommen wir morgen hier vom Stellplatz wieder weg ….
Gegen Mittag starten wir in Richtung Grindelwald, in aller Ruhe nehmen wir die Bahn, mit der wir dank Gästekarte kostenlos fahren können. Das Städtchen mit knapp 4000 Einwohnern ist sehr auf Touristen ausgelegt und in „normalen“ Zeiten wäre hier jetzt wahrscheinlich richtig was los. Aber aktuell ist es überschaubar voll, was uns sehr gelegen kommt.
Neben zahlreichen Hotels, Lokalen und Ski-/Bekleidungsgeschäften ist das auffälligste noch ein Parkhaus mit einer Einfahrtshöhe von 3.10 m und Linienbusse, die mit Schneeketten unterwegs sind. Bevor wir wieder zurückfahren, trinken wir noch leckeren Glühwein, bewundern und genießen dabei die umliegenden Bergpanorahmen.



La Roche de Glun
Samstag 27.12.2021
Seit gestern Abend stehen wir nicht mehr allein auf dem Stellplatz, 4 weitere Camper haben sich dazu gesellt. Aber außer den direkten Nachbarn, haben wir niemanden zu Gesicht bekommen. Da diese zwei sehr agile Hunde bei sich haben, die direkt wild rum kläffen, sobald sie andere Personen sehen, ergibt sich nicht einmal ein Schwätzchen im Freien.
Ich bewundere noch die elegante Verkabelung an der Steckdose, hatte ich mich doch schon bei Anreise gefragt, wie hier Strom für mehrere Camper realisiert wird.
Der Herr des Hauses hat Splitt in der Auffahrt gestreut, so dass wir ohne Probleme, mit Schwung und Vertrauen, den Hügel hochkommen und unseren Weg Richtung Cote Azur antreten können.
Noch einmal fahren wir entlang des „Thunersee“ und genießen den Ausblick. Über Bern, Lausanne und Genf geht es nach Frankreich. Unterwegs füllen wir noch das zurzeit erforderliche „Einreiseformular“ aus, wobei das bisher nie jemand sehen wollte. Wir kommen gut voran, so dass wir am Ende des Tags knapp 500 km geschafft haben und eher durch Zufall wieder auf dem Stellplatz in La Roche de Glun landen auf dem wir 2019 bereits auf der Rückreise von der Cote Azur gestanden haben. Der Platz ist bereits gut belegt, aber wir finden noch einen Platz und verbringen eine gute Nacht. Am nächsten Morgen gibt es frisches Baguette aus dem kleinen fußläufig zu erreichenden Laden aus dem Dorf.



Ramatuelle
Dienstag 28.12.2021

Nach dem Frühstück entsorgen wir und füllen Frischwasser auf. Da wir gestern gut vorangekommen sind, ist die Cote Azur „nur“ noch ca. 300 km entfernt, das ist gut zu schaffen.
Heute Abend also Mittelmeer.
Auch heute kommen wir wieder gut voran und haben die Küste als Ziel vorgegeben. Unterwegs sucht Marianne für uns den Aire de Camping Car Bonne Terrasse in Ramatuelle heraus und navigiert uns mit Hilfe des Navi dort hin. Aber auch heute stellen wir wieder einmal fest, dass unser Navi und wir, doch unterschiedliche Sichtweisen haben, welche Strecken für unser Wohnmobil so als bevorzugte Strecke gelten sollten.
So führt uns das Navi über interessante Bergstraßen zur Küste. Wenn es die Funktion in unserem WoMo-Navi geben würde, wäre das eine Musterstreckenführung für die Option „kurvige Strecke“ die man mit dem Motorrad fahren mag.
Mir macht es Freude diese Strecke zu fahren, meine Beifahrerin ist weniger begeistert. Aber einmal angefangen, fahren wir durch zahlreiche Kurven etliche Höhen Meter hinauf, bevor es in ähnlicher Art und Weise wieder runter geht.
Am Stellplatz angekommen, richten wir uns ein und machen dann erst einmal einen Spaziergang zum Strand, genießen die frische Brise und einen großartigen Sonnenuntergang.
An der kleinen Bar dort, kann man im Normalfall bestimmt gemütlich einen Sundowner genießen, aber zurzeit ist das halt alles nicht so einfach möglich.
So kochen wir im Wohnmobil unser Abendessen und genießen einen weiteren ruhigen Abend.



Villenuve Loubet
Mittwoch 29.12.2021

Am Morgen bezahlen wir dann noch, am Kassenhäuschen die Stellplatzgebühr.
Wobei auch an dieser Stelle mal wieder, unsere deutsche Art auf die französische Lebensweise trifft. Laut Aushang soll man sich morgens um 08:30 hier zur Bezahlung melden, wenn man nach Schließung des Kassenhäuschens anreist.
Also stehe ich pünktlich, mit einem weiteren Deutschen, vor verschlossener Tür.
Von einem anderen Gast, erfahren wir, dass später jemand über den Platz geht und alle Kennzeichen aufschreibt. Man kann dann bei Ausfahrt oder im Laufe des Tages bezahlen.
Möglicherweise ist das im Sommer anders, da ist dieser Platz mit Sicherheit ein Hotspot, aber so können wir in Ruhe – bei 20-22C° - frühstücken, bevor wir aufbrechen und uns einen Platz suchen, auf dem wir den Jahreswechsel verbringen möchten.
Also starten wir und fahren entlang der Küste über Sainte-Maxime, Fréjus und Antibes auf der Suche nach einem geeigneten und vor allem geöffneten Platz. Aber außer, dass wir in Fréjus Probleme haben, wieder herauszukommen, das Navi schickt uns immer wieder in Straßen und Bereiche die für unseren Dicken gesperrt und auch nicht geeignet sind, finden wir nichts. So entschließen wir uns, wie bereits 2019, noch einmal den Campingplatz „La Vieille Ferme“ in Villeneuve-Loubet anzufahren.
Wir erreichen den Platz in der Mittagszeit und müssen erst noch warten, bis die Rezeption wieder öffnet. Bekommen dann einen Platz und beschließen bis zum 03.01. zu bleiben. Der Ort für unseren Jahreswechsel steht somit also fest.


Cannes
Donnerstag 30.12.2021

Heute steigen wir auf die Räder und fahren Richtung Cannes. Vor zwei Jahren haben wir uns bereits Antibes, den Hafen und damals einen nette Weihnachtsmarkt angesehen. Diesmal lassen wir Antibes jedoch links liegen und fahren weiter bis nach Cannes.
Zum größten Teil geht es über Radwege und wir können das großartige „Winterwetter“ hier am Mittelmeer genießen. Erst kurz bevor wir den Hafen von Cannes erreichen, auf Höhe des „Palais des Festivals“, wird es uns zu voll, und wir drehen wieder um.
Eine ausgiebige Sightseeing-Tour heben wir uns für einen Besuch in „nach“ Corona-Zeiten auf.
Unterwegs genießen wir noch die Sonne in Strandnähe und beobachten einen Artisten bei seinen Übungen.
Auf dem Rückweg verpassen wir eine Abbiegung und umrunden eher unfreiwillig das Cap d´ Antibes.
Wieder am WoMo angekommen, haben wir fast 50 km hinter uns gebracht.


Villenuve Loubet / Cagnes-sur-Mer
Freitag 31.12. bis Sonntag 02.01.2022

Den Silvestertag verbringen wir in aller Ruhe auf dem Campingplatz, sitzen gemütlich draußen und machen einen Spaziergang, bevor es später Sushi und Putenfilet mit Salat zu essen gibt.
Nach Mitternacht machen wir auch noch eine Runde über den Platz, um vielleicht doch noch etwas Feuerwerk zu sehen. Aber wie vor 2 Jahren ist das hier in Frankreich nicht wirklich verbreitet und so ist es recht still in der Umgebung. Am großen Platz vor der Rezeption treffen wir noch auf ein paar niederländische Camper, mit denen wir auf das neue Jahr anstoßen.
Ein Pärchen von ihnen, fährt in der nächsten Woche weiter Richtung Spanien und macht dort noch eine Rundreise über 6 Wochen. Der Mann hat, bis vor einem ½ Jahr, bei meinem Arbeitgeber in den Niederlanden gearbeitet uns ist jetzt im unruhestand. Hoffentlich sind wir auch noch so fit, wenn es bei uns so weit ist.
In angenehmer Runde quatschen wir noch weit in den Morgen des neuen Jahres.
Den Samstag und Sonntag gehen wir ruhig und gemütlich an. Mit einem Spaziergang zum Hafe von Villeneuve Loubet Plage und einer kleiner Radtour nach Cagnes-sur-Mer.
Letztlich müssen wir uns auch wieder reisefertig machen, da es morgen wieder auf den Rückweg geht.


La Voulte-sur-Rhône
Montag 03.01.2022

Nach dem Frühstück steht noch einmal die V&E an und eine kurze Verabschiedung von den Niederländern, Harry und Rita. Die beiden fahren noch für zwei Monate Richtung Spanien, für uns geht es jetzt leider wieder zurück. Wir verlassen die Cote Azur in Richtung Norden und kommen bei schönem Wetter gut voran und steuern einen Stellplatz in La Voulte sur Der Weg dahin führt uns auf den letzten Metern über eine interessante und für unseren Dicken doch recht schmale Brücke über die Rhóne. Der Stellplatz ist recht neu angelegt und verfügt neben den jeweiligen Stellplätzen über hochgelegenen überdachten Sitzplätze, von denen aus man Rhóne Blick hat. Wir machen noch einen Spaziergang durch Städtchen und nehmen uns vor, beim nächsten Besuch hier das, oben über der Stadt liegende „Castle of Voulte-Sur-Rhone“ zu besichtigen. Aber für heute belassen wir es beim Spaziergang und kehren zum WoMo zurück, wo wir eine ruhige Nacht verbringen.


Langres
Dienstag 04.01.2022

Langres (Aire Camping car du Grand Langres)
Es geht weiter und wieder führt uns die Route über die Rhóne Brücke. Auch für heute stehen wieder rund 400 km auf dem Plan und wir haben uns einen Platz in der Nähe von Langres herausgesucht. Dieser stellt sich jedoch nur als ein schlammiger Parkstreifen in einem Gewerbegebiet heraus, so dass wir uns anderweitig umschauen. Am späten Nachmittag erreichen wir den Stellplatz, Aire Camping Car du Grand Langres, oberhalb und etwas außerhalb von Langres, der einen Blick auf den entfernten Lac de la Liez ermöglicht. Der Platz ist eine große asphaltierte Fläche mit V&E sowie Strom. Als wir ankommen sind wir noch allein, aber im Laufe des Abends füllt es sich doch noch ein wenig.
Am Morgen hat uns der Winter wieder erreicht, nicht nur dass der Dicke unter einer Eisschicht liegt, ist es auch auf dem Platz rundherum spiegelglatt gefroren. Auch dieses Städtchen scheint einen weiteren Besuch zu lohnen. Weiter geht es Richtung Luxemburg.


Fuussekaul
Mittwoch 05.01. bis Samstag 08.01.2022

Unser Ziel ist der Camperplaats Fuussekaul, in diversen Foren und Berichten wurde immer wieder sehr positiv von diesem Platz berichtet und so kam er auf unsere Route.
Der Campingplatz besteht zu einem Großteil aus Mobilheimen und Dauerstellplätzen und ist sehr weitläufig. Der Bereich für Touristen Plätze ist, vom Eingang ausgesehen, ganz am anderen Ende der Fläche. Im Winter wirkt alles sehr trist und ungemütlich, das mag in Frühjahr und Sommer anders sein. Für Uns aber nicht wirklich schön. Auf der anderen Straßenseite gibt es noch einen reinen Wohnmobilstellplatz, der gut angelegt ist und alles bietet was wir benötigen. Die Lage möchten wir aber letztlich mit am A.d.W. zusammenfassen. Irgendwo im nirgendwo.
Leider müssen wir feststellen, dass auch das Restaurant vor Ort, noch bis zum 18.01. geschlossen hat. Also fällt auch das für Freitag, von mir, angedachte Geburtstagsessen aus. Wir machen dann einen Spaziergang entlang der Hauptstraße, um uns die ca. 1.5 km entfernte „Kärzefabrik“ anzuschauen, müssen aber feststellen, dass auch diese geschlossen hat.
Zumindest entdecken wir, unterwegs das „in“ der Tankstelle auch ein kleine Bistro eingerichtet ist, in dem man auch zu Abend essen kann. Wir beschließen das heute Abend versuchen, das erste Mal außer „Haus“ essen gehen in diesem Urlaub, Corona sei Dank.
Das Essen war gut und auch ein frisch gezapftes Bier gab es. Die Temperaturen sind hier auch wieder nahe dem Gefrierpunkt und auf dem Rückweg rutsche ich, kurz vor unserem Wohnmobil, noch auf dem eisglatten Weg aus und mache mich lang. Der Rücken zwickt ordentlich, aber ich hatte Glück und es ist noch glimpflich ausgegangen.


Fuussekaul
Freitag 07.01.2022

Über Nacht hat es dann noch ein wenig geschneit und die Landschaft in weiß eingefärbt.
Für mein Geburtstagskind wird der Tisch gedeckt, an der Tankstelle bekomme ich sogar einen schönen Blumenstrauß. Mit Luftballons, Kerzen und Lichterkette wird dekoriert und anschließend mit Champagne auf den „runden“ Geburtstag angestoßen.
Bevor wir dann in aller Ruhe Frühstücken und eine ruhigen letzten Urlaubstag verbringen.


Fuussekaul - Herne
Samstag 08.01.2022

Als wir am Samstagmorgen aufwachen, hat es richtig geschneit und es liege ca. 10-15 cm Schnee. Aber was bei uns im Ruhrgebiet direkt zu einem Verkehrschaos führen würde, ist hier in Luxemburg überhaupt kein Problem. Selbst der Stellplatz wird mit einem Trecker professionell geräumt und als wir gegen 11:00 starten, sind alle Straßen tadellos geräumt und befahrbar. So kommen wir ganz entspannt durch und sind nachmittags wieder in Wanne-Eickel.
Nach 17 Tagen, ca. 3200 km sind wir wieder zurück.