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Unsere Reise hat begonnen ....


Normandie & Bretagne
Endlich ist es so weit und unser Sommerurlaub steht an. Auf Grund der ganzen Pandemie Thematik waren wir sehr wenig unterwegs, umso mehr wird es Zeit wieder los zu kommen….
Lehnen runter, Urlaub an ...



Estrun
Freitag 23.07.2021

Obwohl wir immer wieder lesen, dass es im Juli und August eine suboptimale Idee sein soll, nach Frankreich zu fahren und dann auch noch nichts reserviert zu haben, lassen wir uns nicht davon abhalten.

Da ich bereits frei habe, kann ich den Dicken holen und reisefertig machen. Als Marianne von der Arbeit kommt, räumen wir nur noch den Kühlschrank ein und es kann losgehen.
Plan und Ziel ist es, heute noch, Frankreich zu erreichen, um nicht ggf. noch irgendwelche Corona-Regeln in Belgien beachten zu müssen.

Estrun (an 20:30)
Der Plan geht auf und wir erreichen gegen 20:30 den kleinen Stellplatz in Estrun. Eine französische Gemeinde mit ca. 700 Einwohnern im Département Nord in der Region Hauts-de-France.
Der kostenlose Stellplatz liegt direkt an einem kleinen Kanal und bietet 4 Stellplätze. Wir haben Glück und bekommen den letzten freien Platz. Im Laufe des Abends kommen noch weitere WoMo´s an, die sich dann teilweise entlang der Straße an den Seitenrand stellen und übernachten. Wir kommen ohne den möglichen Stromanschluss aus (Strom gegen Bezahlung) und verbringen einen schönen ersten Urlaubsabend und eine ruhige Nacht.
Am Samstagmorgen, gibt es zum Frühstück, frisches französisches Brot aus der fußläufig zu erreichenden „Boulangerie Patisserie Danel“ und frisches Obst & Tomaten aus einem Automaten, an dem wir durch Zufall vorbeigekommen sind.

Gut gestärkt starten wir danach in Richtung Fécamp.



Fécamp
Samstag 24.07.2021

Wir kommen entspannt voran und gehen erst noch einmal Vorräte auffüllen. Anschließend müssen wir dann, mal wieder feststellen, dass unser Navi dann doch immer mal wieder andere Vorstellungen davon hat, welche Wege/Straßen man mit einem 7m WoMo so fahren kann …!?!

Marianne ist sichtlich froh, dass ich nach dem Einkauf fahre und wir drehen mehrere Runden durch die kleinen, engen Straßen von Fécamp bis wir endlich auf eigene Routenführung, hinauf zum herausgesuchtem „
Flower Camping de Reneville“ gelangen. Von dort soll man einen super Ausblick über die Küste und Fécamp haben. Soweit wir das von der Straße aus beurteilen können, ist die Lage schon schick. Leider finden das aber auch ganz viele andere Camper und so stehen wir vor dem Schild „complet“.

Mit wenden in 10 Zügen drehen wir in der engen Zufahrt wieder um und fahren hinunter. Wir fahren den Stellplatz (Quai de Verdun, 76400 Fécamp) an, der direkt am Hafen und fußläufig zur Promenade liegt.

Eigentlich ist es nur eine große befestigte Fläche mit V&E und nicht so unser Ding, nicht schick, aber funktionell. Wir entschließen uns dort zu bleiben und direkt noch mal Richtung Promenade zu laufen.
Beim Weg über den SP bleiben wir noch bei einem älteren Ehepaar auf einen klön hängen und ignorieren dummer weise deren Hinweis, das starker Regen angesagt wäre. Wir schaffen es noch bis zur Promenade bevor innerhalb von Minuten dicke dunkle Wolken aufziehen und sich kurz darauf entleeren.
Am Ende steht das Wasser so hoch auf den Wegen das Marianne lieber ihre Schuhe auszieht und barfuß weitergeht als zu riskieren das die Schuhe Opfer des Regen werden. Für die letzten sehr steinigen Meter auf dem SP hole ich ihr dann Badelatschen.
Nachdem wir uns trockengelegt haben, gibt es Tomatensalat und leckeren Fisch.




Fécamp
Sonntag 25.07.2021

Genauso schnell wie der Regen kam, war er später auch wieder verschwunden und wir verbrachten eine ruhige Nacht.

Den nächsten Tag nutzen wir, um uns Fécamp anzusehen.

Die
katholische Stephanskirche St-Étienne de Fécamp wurde im 16. Jahrhundert erbaut und dort ist eine 1667 konstruierte Uhr zu sehen, welche eine der ersten ist die mit zwei Zeigern ausgestattet wurde, sie zeigt Mondzeiten, Gezeiten in Fécamp und darüber hinaus
auch die Minuten an, was zur damaligen Zeit noch außergewöhnlich war.

Das
Palais Bénédictine konnten wir leider nicht besichtigen – da wir keine Möglichkeit gefunden haben Tickets zu erwerben.
Daraufhin wollten wir gerne in der angeschlossenen Bar eine kleine Verkostung vornehmen. Die Servicekraft die unsere Bestellung aufnahm, verschwand kurz darauf auf nimmer wiedersehen und das übrige Personal konnten wir nicht dazu animieren uns etwas zu bringen.

So gingen wir unverrichteter Ding wieder unserer Wege.

Die Küste mit ihren steilen Felsen ist hier, wie überall in der Normandie sehr beindruckend.



Étretat
Montag 26.07.2021

Heute geht es weiter nach
Étretat, dieses Seebad in der Normandie, ist bekannt durch die steilen Felsklippen mit ihren außergewöhnlichen Felsformationen.
Eigentlich war unser Plan den Stellplatz dort zu nutzen, der war aber bereits sehr voll und die WoMo´s standen auf absolutem Kuschelkurs.

Also sind wir auf den Camping Municipal ausgewichen, der direkt nebenanliegt – 3 mal so teuer (24€).
Das kommt davon, wenn man Touristenhotspots anfährt. Na gut, dafür gab es einen schönen Rasenplatz, inkl. Strom. V&E, DU&WC und Spülbereich wäre möglich gewesen, aber wir haben ja alles an Bord, was wir zu Corona Zeiten auch gerne genutzt haben.

Abends bekamen wir auch noch ein Comedy Show Programm von zwei älteren Herren geboten, die eine SAT-Antenne aufstellen und ausrichten wollten. Das war schon fast den Eintritt wert.

Étretat war zum Glück nicht so überlaufen wie befürchtet und wir konnten uns in Ruhe umsehen und den Aufstieg zur Aussichtsplattform der Klippen angehen.




Le Havre & Honfleur
Dienstag 27.07.2021

Nach einem Nachmittag in Étretat ist es auch gut und wir fahren weiter.

Richtung
Le Havre, die Stadt mit dem zweit größten Hafen Frankreichs (hinter Marseille). Die Stadt soll, auf Grund ihrer besonderen „Betonarchitektur“, die durch den Wiederaufbau nach der Kriegszerstörung erforderlich wurde, sehenswert sein.

Der „Aire de Camping Car“ ist leider absolut nichts für uns. Es handelt sich um einen reinen Betonplatz, weit oberhalb der Stadt.

So suchen wir uns nur einen Parkplatz „in“ Le Havre und starten einen kleinen Rundgang. Kunst in der Hafengegend, die
Kirche „Église Saint-Joseph“ ist interessant und sehenswert. Für einen Besuch des Fischmarktes waren wir zu spät dran. Anschließend treibt uns einsetzender Nieselregen und das Wissen, dass wir noch keinen SP für die Nacht haben, dann schneller als geplant weiter.

Über die „
Pont de Normandie“ fahren wir Richtung Honfleur.
Bei unserem nächsten Besuch in dieser Gegend, möchte ich die Brücke mit dem Rad überqueren. Schon mit und aus dem Wohnmobil ist das sehenswert, wobei man sich (als Fahrer) zu sehr auf die Straße konzentrieren muss.

In Honfleur übernachten wir auf dem „Camping du Phare“.




Honfleur
Mittwoch 28.07.2021

Wir setzen uns auf die Räder, um nicht „nur“ die Innenstadt von Honfleur zu erkunden, sondern auch einen Eindruck von der Umgebung zu bekommen. Unterwegs bekommen wir die Aussicht auf Le Havre wie auch auf die über „Seine“-Mündung gebaute Brücke „Pont de Normandie“ geboten.

Es geht für uns vorbei am
Leuchtturm von Butin hinauf zur Chapelle Notre-Dame de Grâce, eine kleine Kapelle aus dem 17. Jahrhundert mit vielen Seemannsmotiven und einem, außerhalb aufgestellten Glockenspiel.
Überall findet man auch Kunstobjekten des Künstlers „
Bruno Catalano“ und die „Église catholique Saint-Léonard à Honfleur“ hat vermutlich auch schon bessere Tage gesehen.

Bevor wir uns später am Hafen mit den typischen Galettes stärkten, besichtigten wir noch die größte Holzkirche Frankreichs, die „
Église Sainte Catherine“. Auf der dem Hafen gegenüberliegenden Seite, gibt es auch noch einen Wohnmobilstellplatz, der der touristischen Anziehungskraft Honfleurs geschuldet, mit 240Plätzen (nicht gezählt, nur abgelesen), entsprechend groß ausfällt. Nicht schön, aber funktionell.

Auf dem Rückweg kommen wir noch am
Le Phare de L’Hôpital einem Leuchtturm, der am 01.Juni 1857 zum ersten Mal geleuchtet haben soll, vorbei. Die eigentliche „Innenstadt“ von Honfleur ist erwartete touristisch ausgelegt.

Wieder am Platz angekommen, haben wir, laut Komoot, 14,5 km mit dem Rad und zu Fuß zurückgelegt und genießen einen schönen ruhigen Abend.




Gouville sur Mer
Donnerstag 29.07. & Freitag 30.07.2021

Heute steht mal wieder eine etwas längere Strecke an, wir möchten an die Westküste der Normandie und nach Möglichkeit mal so direkt am Wasser, mit Blick auf die Kanalinseln Jersey und Guernsey, stehen. Wir steuern den „
Aire de Camping Car Gouville sur mer“ an und sind sehr erstaunt das dieser nachmittags gegen 15:30 noch fast leer ist. Wir hatten bereits Sorge, ob wir überhaupt noch etwas bekommen, denn eigentlich soll der Ort ein begehrter Badeort in Familienangelegenheiten sein.

Wir haben also die freie Wahl und nehmen uns den Patz ganz am Ende/Rand des Stellplatzes, so haben wir neben uns nur noch Dünen.

Nach einem Spaziergang am Strand entlang genießen wir das tolle Wetter und - ein Teil von uns – liegt in der Sonne. Zwischen WoMo und Dünen ist es Windgeschützt und warm. Den Abend verbringen wir ganz entspannt neben unserem WoMo und genießen bei wunderbaren Sonnenuntergang unser Abendessen. Wenn man unbedingt Strom benötigt, sollte man entsprechend lange Kabel dabeihaben.

In der Nacht erleben wir mal wieder, wie schnell sich das Wetter hier an der Küste ändern kann. Wobei, eigentlich habe ich es erst am nächsten Morgen von Marianne gehört und an unserem Dicken gesehen. In der Nacht zog ein kräftiger Sturm auf, der mit heftigen Böen an unserem Dicken rüttelte und durch Regen und Wind unser WoMo mit einer dicken salzig-sandigen Schicht überzog.

Am Morgen hatte sich das Wetter wieder beruhigt, so dass wir nach dem Frühstück zu Fuß Gouville sur Mer erkunden. Ein unspektakuläres Dörfchen.




St. Malo
Samstag 31.07.2021

Vor unserer Abfahrt aus Gouville sur Mer, nutzen wir die die örtliche Waschanlage, um unseren Dicken zu säubern und die salzig-sandige Schicht abzuwaschen. Wer glaubt schon an Zufall, dass eine solche Anlage direkt an der Hauptstraße von/zum Strand gebaut wurde.
Mit einem sauberen WoMo geht es dann Richtung St. Malo und somit verlassen wir auch die Normandie.

Wir entscheiden uns für den „
Camping de la Cité d'Alet“ der etwas oberhalb liegt und vom Fort d´Alet einen guten Blick auf St. Malo bietet. Das wusste man auch im zweiten Weltkrieg und so findet man auch dort zahlreiche Erinnerungen an die Geschichte.
Der CP ist auf fast allen Plätzen mehr oder weniger schräg, so dass unsere Hubstützen mal wieder alles geben müssen. Nachdem wir uns eingerichtet haben, geht es mit den Rädern Richtung St. Malo Stadt.
Um den historischen Stadtkern fahren wir aber einen Bogen und umrunden diese nur, da es uns dort – unter Corona – erschreckend voll und viel zu eng ist. Wir beschließen, dass wir St. Malo noch einmal, nach Corona, besuchen und besichtigen werden.

Aber auch so ist die kleine Halbinsel, auf der unser CP liegt, der Hafen, Strand und Promenade schon sehenswert.
Abends grillen wir am WoMo und bekommen Musikuntermalung durch „handgemachte“ Musik. Auf dem Platz oben am
Fort d´Alet spielt eine kleine Band, wir wagen auch einen kurzen Blick auf den Platz, machen aber ganz schnell wieder kehrt, da auch dort Corona noch nicht begriffen wurde. Abstand halten, Masken tragen – Fehlanzeige.
Na, dann genießen wir die Musik lieber aus sicherer Entfernung, allein vor unserem Wohnmobil.




St. Malo
Sonntag 01.08.2021

Am nächsten Morgen wechseln wir, noch kurz den Stellplatz, ein freigewordener Platz ist dann doch nicht ganz so schräg wie der bisherige. So hat unser Dicker zu mindestens etwas Bodenkontakt an allen 4 Rädern. Schwebende Hinterräder, am Abhang erzeugen kein wirklich beruhigendes Gefühl.
Nach dem Frühstück fahren wir wieder mit den Rädern los, entlang der zahlreichen Stadtstränden, geht es zum „
The Sculptured Rocks of Rothéneuf“. Dort hat ein Priester zwischen 1894 und 1910 zahlreiche Skulpturen von Fischen, Schmugglern, Piraten und Fabelwesen in die Felsen gehauen, nachdem er durch einen Schlaganfall taub und stumm wurde. Ein sehenswertes Werk.

Wir waren in der Mittagszeit dort, was sich im Nachhinein als gut herausstellte, denn wir waren nur mit einer Hand voll anderen Personen dort, es füllte sich aber mehr und mehr. Wo wir am Eingang noch locker durch gehen konnten, standen mittlerweile lange Schlangen, die auf Einlass warteten, die konnten einerseits sicher nicht so entspannt umsehen geschweige denn Abstand halten.

Unterwegs entdeckten wir noch einen WoMo-SP, der Sorte sehr funktionell, am Eingang ein Schild mit dem Hinweis auf weitere Plätze in der Umgebung. Vielleicht hilft es mal jemanden weiter.




Plévenon, Trégastel, Pleumeur-Bodou
Montag 02.08.2021

Wir verlassen St. Malo und fahren weiter Richtung Westen und fahren „
Fort la Latte Plévenon“, eine ursprünglich im 13. Jahrhundert erbauten Burg, an. Bei unserem letzten Besuch in der Region hatten wir das ausgelassen und es nur aus der Ferne vom „Phare du cap Frehel“ gesehen.
An den dortigen „
Camping du Pont de l'Étang“ haben wir auch noch bleibende Erinnerungen. Haben wir dort doch unseren Dicken im tiefen Sand festgefahren. Nur durch tatkräftige Unterstützung einiger niederländischer Camper schafften wir es den Dicken wieder rauszuschieben, was bei einem 4 Tonnen Wohnmobil nicht ganz so einfach war. Seit dem Versuchen wir die Bodenbeschaffenheiten unserer Stellplätze möglichst im Auge zu haben. Der Campingplatz ist aber zu empfehlen, bei freier Platzwahl, gibt es teilweise Plätze mit spektakulärem Ausblick.

Weiter geht es über Saint-Brieuc nach
Trégastel an der „Côte de Granit Rose“ dort finden sich zahlreiche rosa Granitfelsen aber auch feine Sandstrände. Da wir aber, auf Grund der Zwischenhalte recht spät dran sind, ist der geplante „Camping Tourony” bereits „complet“ und wir müssen noch um planen.
Wir finden einen kostenlosen Platz am „
Parc du Radôme“ und übernachten dort. Gerne werden wir den Park zu einem anderen Zeitpunkt einmal besuchen, aber nicht in den französischen Ferien und unter Corona.
Also fahren wir am Morgen nochmal den „
Camping Tourony” an und bekommen einen Platz.




Trégastel
Dienstag 03.08.2021

Nachdem wir uns auf dem Platz eingerichtet haben, steigen wir auf die Räder.
Die teilweise riesigen Granitblöcke die wie Kieselsteine herumliegen sind beeindruckend.
Im Skulpturenpark wurden zwischen 1998 und 2007 von verschiedenen Bildhauer, Werke aus Granit geschaffen – echt sehenswert.
Leider konnten wir auf Grund des Wetters keinen der zahlreichen Sandstrände zum Baden nutzen.




Cléder
Mittwoch 04.08. bis Freitag 06.08.2021

Durch Zufall haben wir erfahren, dass Freunde von uns zurzeit in Cléder Urlaub machen und so entschließen wir uns sie zu besuchen. Matti ist so lieb und hat uns vor Ort einen Platz reserviert, somit bleibt es mir erspart das telefonisch und wohlmöglich auf französisch zu versuchen.
Wir erreichen den „
Camping Village Roguennic“ gegen 13:30 und stehen erstmal vor verschlossenen Türen – Mittagspause an der Rezeption. Aber den modernen Medien sei Dank, finden wir uns trotzdem schon und bekommen ein Willkommensbierchen.

Der Platz und der Strand sind schon richtig schön, doch spielt auch hier das Wetter nicht so ganz mit. Es ist kühl, windig und zwischendurch regnet es immer wieder mal. Aber wir genießen die schönen Momente.

Am Donnerstag wandern wir die Küste entlang, großartige breite Sandstrände, Hügeln und immer wieder kleinere, größere und riesige Felsbrocken wechseln sich ab und der Wind pustet uns ordentlich durch. In der näheren Umgebung gibt es auch einen „Aire de Camping Car“ der ganz gut aussah.
Abends werden wir dann noch zu einem gemeinsamen Grillabend eingeladen, bei Garnelen, Muscheln, Bier und Wein haben wir einen großartigen Abend mit Freunden verbracht. Danke dafür!




Plouguerneau, Plougonvelin
Freitag 06.08.2021

Heute fahren wir ohne festes Ziel die Küste entlang Richtung Westen und lassen uns treiben.

Entdecken Hinweisschilder auf die
„Chapelle Saint Michel“ in Plouguerneau und steuern diese an. Es ist eine kleine Kapelle, die von außen ganz nett aussieht, aber geschlossen ist. So bleibt es bei einem kurzen Abstecher und wir fahren weiter.

Auf dem Parkplatz vor der Kapelle unterziehe ich unseren Dicken dann leider noch einem unfreiwilligen Materialtest und bleibe mit der Heckschürze am Sandboden hängen. Aber Glück im Unglück ist das Eckstück zwar "abgerissen" aber nicht kaputt gegangen. Als erste Hilfe wird alles mit Gaffa-Band fixiert und am Abend auf dem Stellplatz kann ich es dann wieder reparieren. Glück gehabt, das hätte auch schnell teuer werden können.

Weiter geht es über Pointe de Landunvez zum Pointe Saint Mathieu mit dem Phare Saint-Mathieu.
Für das „
Musée Mémoires 39-45“ sind wir dann allerdings zu spät dran und suchen uns einen Stellplatz in der Nähe.

Wir übernachten auf dem
Aire de Camping-cars de Plougonvelin. Zu unserer Überraschung findet, unterhalb auf dem Festivalgelände „Fort de Bertheaume“, tatsächlich ein Festival statt und es pilgern zahlreiche Besucher am Stellplatz vorbei. Es ist schon etwas befremdlich das zu Covid Zeiten solche Veranstaltungen durchgeführt werden, aber das haben wir auf unserer Reise bereits das ein oder andere Mal festgestellt.




Plougonvelin, Brest, Crozon
Samstag 07.08.2021

Am nächsten Morgen fahren wir dann die 5km zurück zum „
Musée Mémoires 39-45“, wieder einmal erfahren wir hier Geschichte an Originalschauplätzen. Auf fünf Etagen, nur 10% des Bunkers sind oberhalb des Erdbodens, taucht man in die düstere Atmosphäre der Kriegsjahre ein. Es ist interessant aber auch immer wieder befremdlich wie offen die Franzosen damit umgehen können. Vielleicht täten wir in Deutschland auch gut daran, mit dem Krieg und den Gräueltaten, die die Deutschen dort verbrochen haben, so offen und ehrlich umzugehen. Vielleicht gäbe es dann nicht so viele, die auch heute wieder, alten Gedanken anhängen.

Weiter geht unsere Fahrt nach
Brest, der größten Stadt in der westlichen Bretagne. Marianne hat im Internet etwas über eine Ausstellung in „La Fabrik 1801“ gelesen und da wir jetzt etwas anderes sehen möchten, versuchen wir diese Ausstellung zu finden.
Die Straßen in Brest und auch die Parkmöglichkeiten für ein 7 Meter Fahrzeug sind nicht so ideal, aber wir finden nach ein wenig Kurverei einen Parkplatz am Straßenrand.
Von dort geht es zu Fuß zu „La Fabrik 1801“. Es handelt sich dabei um eine riesige Ausstellungs- und Veranstaltungshalle, aber auch Restaurant, Bar und Crêperie findet man dort. Wir sehen uns die Ausstellung an, bei der aus alten Musikinstrumenten bzw. deren Teile überlebensgroße Insekten kreiert wurden.
Brest ist sicher auch noch mal einen Besuch wert, aber aktuell ist uns nicht mehr nach Stadt, daher fahren wir weiter und Übernachten auf dem
Aires der Camping Car Crozon Poulpatre.




Pointe du Raz
Sonntag 08.08.2021

Ziel für heute ist
Pointe du Raz.
2019 waren wir bereits in Quimper, haben aber keinen Abstecher zum Pointe du Raz gemacht. Da es sich aber um ein „must seen“ in der Bretagne handelt möchten wir das gerne nachholen.
Es ist schon sehenswert, wenn auch leider recht voll, tja ist halt Hochsaison.
Der Wind pustet heftig, aber der Spaziergang vom großen Parkplatz zum felsigen Kap tut gut und wir können auch ein paar Fotos machen.
Auf dem Parkplatz kann/darf man sogar mit dem Wohnmobil übernachten, was wir auch machen.

Am Abend beschließen wir dann, dass wir noch einmal direkt am Wasser stehen und übernachten möchten. Mal abwarten, wo wir morgen stehen werden.




Cap Raguénez
Montag 09.08.2021

Wir verlassen am Morgen Pointe du Raz und fahren südwestlich ohne genaues Ziel.
Nach knapp 100 km finden wir einen
Stellplatz am Cap Raguénez, direkter Blick aufs Wasser. Etwas schräg und ohne Infrastruktur, aber wir haben ja alles dabei. Nur entsorgen müssen wir noch, also drehen wir noch mal um und fahren nach Pont-Aven, um am dortigen Stellplatz zu entsorgen.
Pont-Aven sieht bei der Durchfahrt richtig nett aus, ist aber auch erstaunlich voll. Dazu haben wir im Moment keine Lust, vielleicht ergibt es sich ja ein anderes Mal. Der SP ist ein funktioneller Asphaltplatz, nicht schön aber fast komplett voll. Wir fahren nach ein paar Minuten wieder weiter, zurück zum Cap Raguénez.
Als wir unseren Stellplatz eingenommen haben scheint die Sonne und wir genießen den Blick aufs Wasser, das wird für diesen Urlaub der letzte Platz mit solcher Aussicht sein.
Nachdem wir unser Aufbaubier getrunken haben, machen wir uns auf den Weg zu einem Spaziergang. Nach ein paar Metern, um das Cap herum, entdecken wir einen
großartigen Sandbadestrand. Kurz entschlossen kehren wir um und holen die Badesachen, juhu ich kommen doch noch ins Wasser – Badewetter.
Anschließen genießen wir noch die letzten Sonnenstrahlen neben dem WoMo und essen mit einem großartigen Ausblick, bevor es am Abend zu regnen beginnt.




le Pertre
Dienstag 10.08.2021

Nach dem Frühstück starten wir, jetzt geht es wieder Richtung Heimat, und als ob uns der Wettergott den Abschied leicht machen möchte, gibt es fiesen Nieselregen. Nach rund 250 km erreichen wir den kleinen Ort
Le Pertre und fahren dort den Camping Municipal an, der mittlerweile auch durch die Kette „Camping-Car Park“ als Stellplatz betrieben wird. Unterwegs waren wir noch einkaufen und heute Abend gibt es Crevette und Fisch.

Wie eigentlich jedes Mal machen wir dann noch einen Spaziergang durch den Ort und auch hier gibt es wieder mal etwas zu sehen was uns gefällt. Die Kirche aus dem 17. Jahrhundert sieht richtig gut erhalten und gepflegt aus. Für Interessierte ist auf einem Schild aufgeführt welches Gewicht die Glocken der „
Église Saint Martin de Vertou“ haben.
Leider habe ich mir das Schild vor der Kirche erst später übersetzt, denn man hätte sich wohl bei der Bürgermeisterin einen Schlüssel holen könne, um dann vom Kirchturm in 81 Meter Höhe, 39 weitere Kirchtürme im Umkreis zu sehen



Neufchâte-en-bray
Mittwoch 11.08. bis Freitag 13.08.2021

Von Le Pertre fahren wir über Le Mans, Alencon und Rouen bis nach
Neufchâte-en-bray wo wir uns eigentlich den dortigen Stellplatz rausgesucht hatten. Da diese aber sehr voll war, haben wir uns spontan für den Campingplatz nur wenige Meter weiter entschieden und haben es nicht bereut.
Auf dem
Camping Sainte-Claire in Neufchâte-en-bray bleiben wir dann noch einmal für zwei Nächte. Ein sehr gepflegter Platz, mit großartigen geöffneten Sanitäranlagen und einem kleinen Restaurant dabei. Für den ersten Abend haben wir uns wieder einmal Crevette geholt, die wir in der Sonne neben dem WoMo pulen und später grillen.
Ich darf sogar mal die Markise rausfahren, mich darunter in den Schatten setzen und Marianne nutz tatsächlich noch Ihre Sonnenliege. Wettertechnisch waren die letzten Tage die Besten.
Am Donnerstagabend gehen wir dann in dem kleinen Restaurant essen, wobei wir beim ersten Versuch gegen 18:00 keinen Platz bekommen, da drinnen und draußen alles belegt ist, man hätte wohl reservieren müssen. Aber um 20:00 können wir gerne wieder kommen.
Das machen wir auch und haben dann auch noch den Vorteil, dass wir fast allein im Lokal sind.
So verbringen wir einen schönen Abend bei guten Essen und einem Fläschchen Bordeaux




Wanne-Eickel
Freitag 13.08.2021

Als wir am Freitagmorgen starten wissen wir noch nicht genau wie weit wir heute fahren möchten.
Letztlich fahren wir durch bis nach Herne und sind gegen 20:00 und ca. 540 km wieder zu Hause.
Nach 22 Tagen und ca. 3.000 km ist der Urlaub zu Ende